NEUES GESETZ ÜBER DIE MITGLIEDSBEITRÄGE ZU DEN TOURISTIKVEREINIGUNGEN BRINGT BEFREIUNG FÜR IT-UNTERNEHMEN UND FÜHRT EINE BEITRAGSPFLICHT FÜR BANKEN EIN

Crowe Croatia
6/5/2019
Im kroatischen Amtsblatt Nr. 52 vom 22. Mai wurde das neue Gesetz über die Mitgliedsbeiträge zu den Touristikvereinigungen veröffentlicht. Das Gesetz tritt am 1. Januar 2020 in Kraft und sieht eine Neuregelung zur Art der Berechnung und zur Höhe des Touristikbeitrages vor.
Die als beitragspflichtig eingestuften Unternehmenstätigkeiten werden nicht mehr in Handelstätigkeiten und sonstige Tätigkeiten unterteilt. Alle Unternehmenstätigkeiten, die Mitgliedsbeiträge abführen müssen, werden in fünf Gruppen unterteilt.
Banken werden mit der neuen Regelung verpflichtet, für die Einnahmen aus Provisionen und Gebühren, Mitgliedsbeiträge zur Touristikvereinigung abzuführen. Als Berechnungsgrundlage wird der Prozentsatz herangezogen, der für die sog. zweite Gruppe gilt. Darüber hinaus werden bestimmte Unternehmen, die bisher beitragspflichtig waren, ab dem 1. Januar 2020 von der Entrichtung des Beitrages befreit.
Darunter fallen beispielsweise:

• Rechnungswesen, Buchhaltung und Wirtschaftsprüfung sowie Steuerberater (69.2)
• Computerprogrammierung, Consulting und damit verbundene Tätigkeiten (62)
• IT-Dienstleistungen (63)
• Übersetzer und Dolmetscher (74.3)
• und andere

Die Prozentsätze für die Berechnung und Entrichtung der Mitgliedsbeiträge werden nicht mehr nach Gruppen und Touristikklassen bestimmt, sondern nur nach Gruppen. Derzeit sind das die folgenden fünf Gruppen:

1. Gruppe: nach dem Prozentsatz 0,16150%
2. Gruppe: nach dem Prozentsatz 0,12920%
3. Gruppe: nach dem Prozentsatz 0,09690%
4. Gruppe: nach dem Prozentsatz 0,03230%
5. Gruppe: nach dem Prozentsatz 0,01938%

Juristische und natürliche Personen, die Tätigkeiten in den staatlich unterstützen Gebieten ausüben (I. bis IV. Entwicklungsgruppe einer kommunalen Selbstverwaltungseinheit) zahlen einen um 20 % verminderten Touristikbeitrag.
Das neue Gesetz gilt ab dem 1. Januar 2020. Das bedeutet, dass die Vorauszahlungen bis Ende 2019 abgeführt werden müssen und die Beträge der Jahresabrechnung für 2019 nach dem alten Gesetz berechnet und abgeführt werden müssen.